1987 - 2007
1987 stieg dann
Wilhelm Monjean´s Sohn Detlef nach seiner Ausbildung zum
Speditionskaufmann in das Transportgeschäft ein. Detlef bekam den
ersten Sattelzug der Firmengeschichte, ein „Hundertelfer“ Scania,
welcher in der Scheune bei einem befreundet Nachbarn lackiert wurde.
Das war sowohl die Geburtsstunde für die noch heute verwendete
auffällige Farbgestaltung, als auch für den Einsatz von Sattelzügen.
Zuerst wurde ein
Kippauflieger mit Palettenbreite angeschafft. Auch wenn dieser kürzer
war, als die Standard-Auflieger, wurden dieselben Mengen damit
transportiert wie man auch mit Pritschenaufliegern hätte
transportieren können.
Im Januar 1988
gründeten Detlef und sein Bruder Michael Monjean ihr eigenes
Transportunternehmen. Offiziell waren das von Michael und Detlef
betriebene Unternehmen „Monjean-Transporte“ und das von Wilhelm und
Hans betriebene Unternehmen „Monjean-Transporte“ getrennte
eigenständige Unternehmen, natürlich arbeitete man aber zusammen und
die Trennung bestand nur auf dem Papier.
Im Rahmen der
Förderung von Jungunternehmern erhielten Detlef und Michael Monjean
schnell eine Konzession, mit denen der mittlerweile beschaffte
„Hundertzwölfer“ betrieben wurde.
Die Neunziger Jahre
waren ein sehr erlebnisreiches Jahr für das Transportunternehmen
Monjean. Wilhelm und Detlef sowie Michael (Junior) schlossen ihre
beiden Unternehmen zu „Monjean-Transporte“ zusammen, während Hans
Monjean sich beruflich umorientierte. Die blauen Hängerzüge wurden
samt Konzessionen verkauft und man konzentrierte sich nun voll und
ganz auf den Betrieb der rot-weißen Sattelzüge.
Nach der Wende
erhielt man weitere Konzessionen. Neben den bereits vorhandenen
Scanias kamen weitere Fahrzeuge der Typen Volvo, Mercedes und MAN zum
Einsatz.
Neben den Transporten
nach Frankreich und Belgien spielten die Verkehre innerhalb
Deutschlands, speziell Ostdeutschland eine große Rolle.
Das
Transportaufkommen forderte den Kauf weitere Fahrzeuge die
größtenteils aus Scania, Volvo und Mercedes Sattelzugmaschinen
bestanden. Um die kleinen Straßen Buirs und auch die Geduldsamkeit der
Anwohner nicht weiter zu strapazieren, zog man 1992 vom Voigtplatz,
dort wo 1932 alles begann, ins Industriegebiet Buir auf den
Blatzheimer Weg, wo man sich für die nächsten 10 Jahre niederließ.
Transportiert wurde
dabei alles, was man mit Pritschenaufliegern transportieren konnte.
Anfang der 90er Jahre entwickelte sich zusätzlich auch der Transport
mit Tankfahrzeugen, wofür ein eigener Tankauflieger angeschafft wurde.
Es wurden dabei landwirtschaftliche Güter für einen Landwirt, sowie
die benachbarte Agrargenossenschaft transportiert. Was zu diesem
Zeitpunkt noch ein Nebengeschäft war, entwickelte sich im Laufe der
Zeit zu einem weiteren Transportzweig des Unternehmens. Denn auch das
Transportaufkommen für Tankfahrzeuge vergrößerte sich seit Mitte der
90er Jahre. Somit wurden weitere Tankauflieger angeschafft. Neben den
klassischen Tankern setzte man auch umgebaute liegende Siloauflieger
(s.g. „Bananen“) als auch Kippsiloauflieger ein, da diese den
Anforderungen der Kunden besser gerecht werden konnten. Neben dem
Transport verschiedenster landwirtschaftlicher Produkte, kamen in
diesem Sektor auch Transporte für die Papierindustrie dazu. Seit
dieser Zeit sind die Tankfahrzeuge sowohl national als auch
International unterwegs.
2004 wurde der
Einsatzbereich der Tankfahrzeuge um den Transport von Lebensmittel,
speziell Zucker, erweitert. Dafür wurden spezielle Auflieger und
Zugmaschinen angeschafft, die ausschließlich für diesen Transport
eingesetzt werden. Diese Fahrzeuge erlauben ein flexibles Entladen der
Fahrzeuge, da man sowohl auf Elektromotoren als auch auf den Antrieb
der Zugmaschine zurückgreifen kann, je nach Wunsch und technischer
Gegebenheit der Abladestelle.
Zu Begin der 90er
Jahre war die Übernahme von Werkverkehren ein weiteres Nebengeschäft.
Anfangs übernahm man im kleinen Rahmen für zwei Kunden den
Werkverkehr, mit jeweils einem Fahrzeug. Ab Mitte der 90er Jahre
übernahm man für vier Unternehmen, teilweise den kompletten,
Werkverkehr. Auch diese Dienstleistung wird heute noch angeboten und
durchgeführt und bildet ebenfalls ein weiteres Standbein.
Zwischen 1995 und
2002 wurden fünf Sattelzüge für den Transport von Kies eingesetzt. Der
Transport erfolgte aus dem Großraum Köln und Bergheim und man
transportierte von Kiesgrube zu Kiesgrube, gelegentlich auch zu
Endkunden. Bei dem Einsatz der Fahrzeuge achtete man besonders auf ein
geringes Gesamtgewicht der Sattelzüge. Speziell zu diesem Zweck wurde
1999 ein spezieller Auflieger angeschafft, der durch seine
Konstruktion weniger wog, als ein herkömmlicher Kippauflieger. Bei
dieser Konstruktion handelte es sich um ein System, welches in den USA
häufig anzutreffen, in Europa aber selten zu sehen ist.
In Deutschland war
man dass erste Unternehmen, dass einen solchen Auflieger einsetzte.
Trotz Zweifel der Mitbewerber an diesem System, konnte sich dieser
Auflieger in seinem Einsatzgebiet behaupten.
Neben diesen
speziellen Transportzweigen wurde aber weiterhin der Ladungsverkehr
von und nach Frankreich, sowie BeNeLux und Deutschland weiter
betrieben und ausgebaut und bildet heute ebenfalls noch ein wichtiges
Standbein des Unternehmens. Auch das s.g. „Trucking“ ist ein Bereich
in dem das Unternehmen tätig ist und seit 2006 werden zwei Fahrzeuge
ausschließlich zu diesem Zweck betrieben. Auch Sondertransporte mit
Lieferwagen aber auch mit Sattelzügen gehören zur Geschichte und zum
Angebot von Monjean-Transporte dazu.
Diese Entwicklung der
Transportaufgaben verlangte nach zwei weiteren Umzügen des
Unternehmens. Im Jahre 2002 zog man ins Industriegebiet Zülpich-Geich
und 2005 ins Industriegebiet Düren, wo das Unternehmen jetzt ansässig
ist.
In dem gesamten
Zeitraum war neben der Entwicklung der Transportzweige und der
Transportqualität das familiäre Miteinander ein wichtiger Punkt in der
Firmengeschichte, und ist es auch heute noch. Neben internen
Schulungen und Fortbildung wurden und werden auch heute noch mit der
ganzen Belegschaft Unternehmungen getätigt. Kartfahren, betriebliche
Grillfeste, Fahrt zur IAA Nutzfahrzeuge oder die jährlich
stattfindende Weihnachtsfeier, all dies hört zu Monjean-Transporte,
genauso wie die rot weißen Lkws.
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