History

 

1945 - 1969

Nachdem Michael Monjean 1945 aus russischer Kriegsgefangenschaft in die amerikanische Besatzungszone fliehen konnte und wenig später seine beiden Söhne Wilhelm und Hans, sowie seine Frau Katharina in Thüringen wiedertraf, konnten die Vier ein paar Tage nach der Ankunft in Thüringen zurück in das bis dahin gesperrte Buir zurückkehren. 

Da beide LKW im Krieg zerstört wurden, beschaffte sich Michael Monjean schnellstmöglich zwei „neue“ LKW um das Transportgeschäft wieder aufzunehmen. Beide Ford-LKWs hatten aber keine Ladefläche. Da aber auch kaum Material vorhanden war wurden die Ladeflächen und Bordwände aus zusammengesuchtem Holz und Schrauben gebaut. Dieses Holz und die Schrauben fand man in den zerstörten Eisenbahnwaggons, die rund um den Bahnhof Buir verstreut lagen. Holz und Schrauben wurden wieder hergerichtet und der Transportbetrieb konnte wieder weitergehen.   

Wieder stand der Transport von Landwirtschaftlichen Gütern, Milch und Briketts im Vordergrund. Auch der Einsatzradius erweiterte sich wieder, so dass man nun zusätzlich auch bis zum Niederrhein und auch ins Bergische Land unterwegs war. Die Verarbeitung von Milch wurde in diesem Zeitraum koordinierter, so dass sich Landwirte und Molkereien zu einem Verband zusammenschlossen. Dieser Verband startete seine Aktivitäten von der Eifel-Ortschaft Blankenheim aus, von wo aus auch die Transporte starteten bzw. zusammenliefen. 

Des Weiteren startete zu diesem Zeitpunkt auch die Zusammenarbeit mit einer benachbarten Agrargenossenschaft, deren Geschäftsbeziehung heute noch besteht. Für diese Genossenschaft war ein neu beschaffter LKW des Typs Mercedes L-311 im Festeinsatz unterwegs. 

Im Jahre 1951 stieg der älteste Sohn Wilhelm Monjean mit ins elterliche Unternehmen ein. Der damals 16 jährige beendete zuvor seine Ausbildung zum Stahl- und Maschinenschlosser und machte dann seinen LKW-Führerschein.

Zwischenzeitlich gewann auch der Transport von „Knollen“ (Zuckerrüben) an Bedeutung und um deren, sowie den Transport der anderen landwirtschaftlichen Schüttgüter zu vereinfachen, wurde ein MAN Kipper angeschafft. Ein weiteres Transportgut waren Stahl- und Maschinenteile eines Buirer Maschinenbauers, dessen Saugbagger weltweit eingesetzt wurden.  

Da das Transportaufkommen und auch die Anforderungen an die Kapazität der Fahrzeuge wuchsen, wurde ein MAN Pritschenwagen 10.212 beschafft. Aufgrund der Gesetzeslage wurde dieser mit einem Zweiachs-Zwillingsbereiften Anhänger betrieben. Die später typischen Dreiachsanhänger durften zu dieser Zeit noch nicht eingesetzt werden.

Während der MAN Kipper den Mercedes L-311 beim Festeinsatz für die Agrargenossenschaft ersetzte wurde der 10.212 für Transporte von und nach Belgien eingesetzt. Meist bestand das Ladegut aus Papier und Konserven und wurde im Großraum Köln und Mülheim a. d. Ruhr ausgeliefert. Später folgten dann die ersten Belgien-Transporte für die Bahn, ebenfalls aus dem Großraum Köln.